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Während des Kalten Krieges war der Observation Post Alpha aufgrund seiner strategisch wichtigen Lage im sogenannten Fulda-Gap ein bedeutsamer Stützpunkt der amerikanischen Truppen auf dem Gebiet der BRD. Hier, an der Grenze zwischen Ost und West, standen sich NATO und Warschauer Pakt direkt gegenüber. Um den Alltag von Soldaten, aber auch der zivilen Bevölkerung im westlichen Grenzgebiet darzustellen, interviewte die Schülergruppe zum Thema Zusammenleben im westlichen Grenzgebiet einen ehemaligen Beamten des Bundesgrenzschutzes.

Gemeinsam wurde die Technik aufgebaut. Nun konnte der Zeitzeuge auf dem beeindruckenden Gelände des US-Camps interviewt werden. Die verschiedenen Aufgaben, die an einem Dreh-Set anfallen (z. B. Kamera, Tontechnik, Interviewer), hatten die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld untereinander aufgeteilt.

Nach dem Interview wurden zudem Schnittbilder gedreht. Die Jugendlichen nahmen diese ebenfalls auf dem Gelände des US-Camps auf.

Seit heute Vormittag sind nun alle fleißig am drehen. Die drei Gruppen, in denen jeweils drei Schülerinnen und Schüler aus Thüringen und Hessen vertreten sind, haben sich dabei unterschiedliche Themengebiete für ihre Filme bzgl. zum übergeordneten Thema „Alltag im Sperrgebiet“ überlegt: Jugend im Grenzgebiet, Zusammenleben im westlichen Grenzgebiet und Flucht. Als erstes standen die Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen auf dem Programm. Die Gruppen zu den Themen Jugend im Grenzgebiet und Flucht wählten zunächst Drehorte rund um das Schloss Geisa.

Den gesamten Vormittag über begleitete uns ein Team des hessischen Rundfunks (hr), das die Entwicklung innerhalb einer der Projektgruppen mit Kameras dokumentierte und die Schülerinnen und Schüler sowie die Zeitzeugen interviewte.

Die Gruppen haben mittlerweile alle Aufnahmen drin. Somit geht es jetzt ans Schneiden der Filme. Eine Aufgabe, die unheimlich viel Zeit verschlingt. Bei dieser Hitze macht man das am besten in den einigermaßen kühlen Räumen des Schlosses. Heute Nachmittag wurde das abgedrehte Material schon einmal gesichtet, bevor dann morgen richtig geschnitten wird.

Neuer Tag, neue Drehideen, null Problem! Alle drei Gruppen nutzten den heutigen Vormittag noch einmal dazu, weitere Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu führen und weitere Szenen für die Filme zu drehen. Der Grenzverlauf rund um die Gedenkstätte sowie das US-Camp bieten dafür geeignete Settings, die von den Schülerinnen und Schülern genutzt wurden. Die Drehkonzepte werden dadurch mehr und mehr mit szenischen Inhalten gefüllt.

In einer der Gruppen wurde zudem eine Drohne eingesetzt, um unter anderem den Grenzstreifen aus der Luft zu zu filmen.

Das Filmmaterial ist vollständig abgedreht. Also heißt es den Rest des Tages: schneiden, schneiden, schneiden, und zwar im Schloss Geisa. Dafür teilen sich die unterschiedlichen Gruppen in zwei Teams auf. Während die einen das Bildmaterial Stück für Stück schneiden, nehmen die anderen simultan den begleitenden Sprechtext auf. Am Ende wird beides zusammengefügt werden und fertig ist das Filmprojekt. In Kürze stehen zudem die Titel der Kurzfilme fest.

 

Heute Abend wurde der Beitrag des Hessischen Rundfunks in der Hessenschau ab 19.30 Uhr im TV gezeigt. Unter folgendem Link ist der Beitrag in der Mediathek des hr verfügbar:

https://www.hessenschau.de/tv-sendung/hessenschau—ganze-sendung,video-95470.html

Nach getaner Arbeit konnten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam gebannt zusehen, wie ihr Projekt in den Abendnachrichten der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Am Freitagnachmittag war es dann endlich so weit. Vor einem breiten Publikum, bestehend aus den Schülern und Pädagogen, den Eltern, Freunden und Bekannten, aber auch den mitwirkenden Zeitzeugen Monika Held und Robert Ritz sowie interessierten Bürgern aus der Stadt, wurden die drei Kurzfilme uraufgeführt. Vor dem Eintreffen des Publikums wurde die Technik getestet und zur Erinnerung ein gemeinsames Gruppenbild geschossen. Unser Dank gilt allen Mitwirkenden dieser großartigen Woche.

Mit großer Begeisterung wurden die drei Kurzfilme von allen Anwesenden aufgenommen. Zu unserer großen Freude waren auch die an den Filmen beteiligten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, Monika Held und Robert Ritz, unter den Zuschauern. Gemeinsam rekapitulierten wir die Ereignisse der Projektwoche und stellten allen Anwesenden die Filme vor. Zum Schluss bekamen die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Geistal Bad Hersfeld sogar noch vor Ort von ihrer Schulleiterin ihre Zeugnisse dieses Schuljahres ausgehändigt.

Die Projektwoche in Point Alpha ist erfolgreich zu Ende gegangen. Während wir gespannt auf die Veröffentlichung der bisher gedrehten Filme warten, richten wir den Blick schonmal ein wenig weiter nach vorne. Vom 26. bis 30. August 2019 geht unser Projekt in die letzte Phase, dann werden zwei Schulklassen aus Thüringen und Niedersachsen im Grenzlandmuseum Eichsfeld in Teistungen aufeinandertreffen. Auch hier werden wir wieder regelmäßig bloggen und freuen uns über jede interessierte Leserin und jeden interessierten Leser.

Auch in lokalen Tageszeitungen wurde über unser Projekt berichtet. Hier sind drei Artikel aus der Südthüringer Zeitung, der Fuldaer Zeitung sowie der Hersfelder Zeitung zu sehen.

 

 

Knapp ein Monat ist vergangen seit die drei Filme in der Gedenkstätte Point Alpha in Geisa uraufgeführt wurden. Die Veröffentlichung der von Schülerinnen und Schülern aus Bad Hersfeld und Kaltensundheim geschaffenen Werke steht nun kurz bevor. Um die Wartezeit etwas zu versüßen, werden ab kommender Woche alle paar Tage ein kleiner Screenshot und interessante Facts zu den Filmen hier veröffentlicht werden. Deshalb gilt: stay tuned!