In der Lorenzkirche in Erfurt fanden 1978 die ersten Friedensgebete der DDR statt. Um diesen historischen Ort und seine Bedeutung bis heute kennenzulernen, trafen sich Schüler*innen sowie die Filmemacherin Franziska Bausch-Moser mit Matthias Sengewald. Er ist seit 1986 teil einer Gruppe von Ehrenamtlichen, von denen die Friedensgebete organisiert und abgehalten werden und koordiniert diese seit nun sechs Jahren. Auch als aus dem Friedensgebet und dem ersten „Gang der Betroffenheit“ schließlich die erste Demonstration in Erfurt entstand, war er mit dabei. Er erzählt lebhaft von seinen Erinnerungen an die erste Demo auf dem Domplatz und spricht über die sich wandelnde Rolle der Kirchen. In der DDR als Freiräume, um sich zu treffen, ungestört auszutauschen und zu diskutieren – Räume, die man in einer offenen Gesellschaft auch anderswo findet.